Welpen

Neunte Woche

Mittwoch steht dann die Zuchtabnahme an. Die Welpen melden nun schon jeden Besuch an und kläffen erst mal ordentlich; aber sobald wir uns auf ihre Sichtebene hinunterlassen, ebnet die Lautstärke ab und die Welpen schnuppern interessiert an dem Neuankömmling. Die Zuchtwartin kontrolliert die Wurfstätte und ist von dem Spielparadies im Garten sehr angetan. Einzeln werden alle Welpen begutachtet, kontrolliert und untersucht. Welpen werden als sehr sozialisiert angesehen und Benga wird eine sehr gute Verfassung bescheinigt.
Der Besuch der Tierärztin zum Impfen und Chippen findet statt. Alle Welpen sind gesund und super drauf, keine Beanstandungen oder Fehler. Beim Chippen quicken allerdings alle erbärmlich. Vor dem Chippen findet noch die dritte und letzte Entwurmung statt, auch hier gibt es keine Probleme.
 

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Die Geschwisterspiele stehen mittlerweile voll unter dem Thema "Rangordnung" und nehmen an Lautstärke erheblich zu. Manchmal will man schon einschreiten, aber Benga weiss, wann sie einschreiten muss; leider mit einer Ausnahme: Kämpfe zwischen Anina und Alessa-Malou arten oft aus und müssen von uns beendet werden - hier gibt es bei den Menschen nun schon die eine oder andere kleinere oder auch grössere Wunde, denn die Milchzähne sind sehr spitz.

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 Die achte Woche

In der achten Woche schleicht sich langsam Wehmut ein. Es gilt die Welpen auf einen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.
Die Gewöhnung an das Halsband ist abgeschlossen. Manche merken es schon gar nicht mehr, anderen ist es immer noch etwas unangenehm; aber an der Leine laufen mittlerweile alle und haben ihren Spass. Strassenbahnfahren wurde ebenfalls einmal gemacht. Vom Geräusch der Bahn sind alle nicht beeindruckt, aber einsteigen war dann schon was anderes. Anina hatte überhaupt kein Problem damit, Ares, Andor und Aaron mußten überredet werden über die Schwelle zu gehen. Aura und Alessa wollten lieber auf den Armen in die Bahn steigen. Das Geruckel und die Fahrt war allen wiederum nicht unheimlich.

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Eine Autofahrt und ein Ausflug ins Freie wurden ebenfalls unternommen. In zweier Gruppen sind wir gut 20 Minuten Auto gefahren. Tüten zur Beseitigung des Brechreizes kamen nicht zum Einsatz. Manche schauten ganz interessiert nach draussen, andere genossen die Fahrt in den Armen; hin und wieder war ein kleiner Seufzer zu hören.
         
Der Ausflug aufs Feld war für alle etwas besonderes. Es ging zu einem riesigen Sandhaufen, das Gras war so hoch, dass mancher Welpe drin verschwand. Allen hat es super Spass gemacht. Es wurde geschnüffelt, entdeckt und einfach nur getobt. Allerdings wagte keiner der kleinen Racker einen "Ausbruchsversuch". Ein grosser Hund wurde sogar im Chor verbellt und alle 7 rannten hinter dem Hund hinterher. Erst ein Rennen unsererseits in Gegenrichtung und lautes Rufen hielt die Bande von der Verfolgung ab.

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Die Geschwisterspiele nehmen nun langsam rauhere Formen an. Jeder versucht möglichts hoch in der Rangordnung zu kommen. Auch im Spiel mit der Mutter raufen die Kleinen ganz ordentlich. Manchmal kann Benga einem leid tun, wenn ein Welpe am Schwanz zieht, einer am Bein und ein dritter am Ohr; dieser Übermacht entzieht Benga sich nach kurzer Zeit. Allerdings spielt nur ein Welpe mit ihr, kann das Spiel auch mehrere Minuten dauern. Man wundert sich, wie vorsichtig Benga dann ihre Zähne einsetzt.

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Die siebte Woche

Die siebte Woche steht ganz im Zeichen von Erfahrungen sammeln, auf Entdeckungen gehen. Das "Revier" wird erweitert, indem auch das Erdgeschoss für Entdeckungen freigeben wird, allerdings nur unter Kontrolle. Mittlerweile ist der Unternehmungsdrang mancher nicht mehr zu bremsen. So wird Wohnzimmer, Flur und Küche erforscht und natürlich wird der Treppe besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Zwei, drei, manchmal auch mehr Stufen werden erklommen. Nur der Rückweg findet dann immer in den Armen von uns statt.
Die Spaziergänge finden mittlerweile alleine oder mit einem anderen Geschwisterchen statt. Alleine ist es ihnen noch nicht geheuer, zusammen sind sie dann "stark" und laufen munter Strasse und Wiese entlang. Diese Gänge werden aber kurz gehalten von maximal 5-8 Minuten. Hier sollen die unterschiedlichsten Autos, Menschen und Kinder kenngelernt werden.
Beisshemmung lernen bei Geschwistern und Menschen sind nur einige Dinge, die es nun zu lernen gilt. Das Bällebad findet immer mehr Anklang und man kann nun wirklich von einem "Bad" reden, so tauchen die Welpen in die Bälle ein. Auch das Spiel mit der Mutter wird immer häufiger gesucht.
 

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Mittlerweile wissen die Welpen genau, wer in die Familie gehört und Familienmitglieder werden morgens/ abends mit besonders viel Freude / Gejammer begrüsst / erwartet. Auf das Kommando "Kommt Babies" rasen die kleinen Racker auf einen zu und dann hat man die liebe Not, seinen Fuss sicher zu setzen, so wird man umringt und will schmusen.
 
Mahlzeiten gibt es mittlerweile nur noch vier. Es ist keine pürierte Fertigfuttermahlzeit mehr dabei. Das Fertigfutter wird teils noch in Wasser eingeweicht; mindestens eine Mahlzeit wird das Futter trocken gegeben. Unser "Brummer" wird ein paar Minuten zurückgehalten, dass er sich nicht die größte Portion nimmt, damit er nicht zu schnell zunimmt. Die "Kleinste" bekommt in einem Schälchen eine extra Portion, weil sie manchmal beim gemeinsamen Fressen nicht richtig zum Zuge kommt.

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 Die sechste Woche

Auch die sechste Woche steht voll unter dem Motto Sozialisierung. Das Spiel der Geschwister untereinander nimmt mittlerweile auch öfters gröbere Formen an. Alle suchen sich ihren Platz in der Rangordnung. Knurren und Dominanzgehabe sind häufig zu sehen. Benga merkt genau, wann sie eingreifen muss, dann steckt sie einfach den Kopf zwischen die Streithähne und alles ist in Ordnung. Wir Menschen müssen uns manchmal zurückhalten, wenn das "Spiel" auszuufern scheint. Mittlerweile wird zeitweise auch die Mutter ins Spiel eingebunden. 
Der Garten wird nun täglich etwas anders gestaltet. Mal ist das Ballbad im Einsatz, mal der Tunnel, manchmal einfach nur Spielzeuge, oder der Sandkasten wird nun öfters genutzt.

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Die Mahlzeiten haben sich gegenüber der fünften Woche wenig verändert. Es wird nun nur noch eine Mahlzeit püriert und eine Mahlzeit wird das Trockenfutter wie beim erwachsenen Hund serviert. Die Gewichtszunahme ist nun sehr unterschiedlich. Es gibt Tage, da werden hundert Gramm und mehr zu genommen, am nächsten Tag sind es nur 20 Gramm oder auch gar nichts. Allerdings lassen sich die Racker auch nicht mehr so leicht wiegen, so dass manche Ungenauigkeit einfach hingenommen wird.
 
Erste Versuche mit einem Halsband zunächst noch mit der Mutter, dann auch mal alleine werden unternommen. Hier reagieren die einzelnen Welpen sehr unterschiedlich je nach Charakter. Anina kann nicht genug bekommen, Alano hält sich immer neben Benga und muss so ganz schön rennen, Aura und Alessa-Malou bleiben für einen Moment einfach auf ihrem Po sitzen und müssen schon regelrecht überredet werden, doch ein paar Schritte zu wagen. Das Halsband ist allen beim ersten Mal sehr ungewohnt und sie kratzen sich oft daran.

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Die fünfte Woche

In der fünften Woche spielt die Sozialisierungsphase weiter eine grosse Rolle. Die Welpen versuchen Rangordnungsspiele und gehen mit ihren Geschwistern nicht zimperlich um. So ist nun öfters ein Quicken und Quäken zu hören. Benga weiss aber instinktsicher, wenn das Spiel zu bunt wird und greift dann ein, indem sie mit der Schnauze zwischen die Streithähne geht. Diese schieben dann schnell auseinander. Das Geschwisterspiel nimmt den Grossteil der Wachphasen in Anspruch. Man hüpft und läuft aufeinander zu und versucht Schwanz oder Bein zu packen. Die "Geschwindigkeit" der kleinen Beine ist schon enorm.
Mittlerweile ist der gesamte Garten eine einzige Spielwiese, Flatterbänder und ein "Riesen" Holzstamm komplettieren den Abenteuerspielplatz. 

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Die Milchzähne sind mittlerweile sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer vorhanden, so dass am Ende er fünften Woche das Welpenfutter nicht immer püriert wird. Man hat den Eindruck, als ob ihnen dieses viel besser schmeckt, als der "Welpenbrei". Benga reduziert das Säugen meistens als sogenannte "Nachspeise" nach den Mahlzeiten. Mittlerweile gibt es nur noch vier Mahlzeiten. Die Mittagsmahlzeit besteht aus einem Quark- oder Griesbreimahlzeit mit Obst, bei den anderen Mahlzeiten wird Welpenfutter gegeben. Auch unsre Welpen haben den wohl typischen "Gossi Essrhythmus": Abends nach 22 Uhr wird sich der Bauch so richtig wohlgeschlagen, während man morgens und spätnachmittags eher nur "Häppchen" isst.

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Mittlerweile kommt immer häufiger Besuch, um sich die Welpen anzusehen oder auch nur ihren Fortschritt / Wachstum zu beobachten.

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 Die vierte Woche

In der vierten Woche beginnt die Sozialisierungsphase. Die Wachzeiten sind nun auch schon mal eine Stunde und dann kommen 2 bis 3 Stunden Schlaf. Im Wurfzimmer wird es langsam lebendig. Sobald einer wach ist, wird durch eine Spielaufforderung ein Bruder oder eine Schwester wachgemacht. Hier hört man schon so etwas ähnliches wie Knurren, wenn sich der "Geweckte" noch in einer Tiefschlafphase befand. Laute Knurrgeräusche rufen Benga auf den Plan, sie guckt was los ist und manchmal stellt sie sich mit einer Pfoten dazwischen und leckt beide Welpen kurz ab.
Das Spiel unter Geschwistern bestimmt die Wachphasen. Spielzeug wird wohldosiert angeboten,
angefangen von einem einfachen Pappkarton, über eine leere Plastikflasche, ein paar Stofftiere, damit die Welpen ihre Zimmer "erforschen" können.

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Am 23. Tag beginnt die Zufütterung in Form von kleinen "Tatarklickern". Nach anfänglichem Unbehagen finden alle Geschmack dran und lecken die Hand / den Finger mehrfach ab. Noch bekommt jeder Welpe seine 2 Fleischbrocken extra.
Die erste Fleischmahlzeit wird gut verkraftet, es gibt keine Darmprobleme, so dass am nächsten Morgen ein Esslöffel Kinderbrei auf dem Futterplan steht. Mit dem Löffel können die Kids wenig anfangen,
so dass eher etwas Brei zwischen zwei Finger genommen wird und der Finger mit "Genuss" abgeleckt wird.
 
Die Frage stellt sich, wer macht sich dreckiger ?

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Der Gartenauslauf nimmt Form an. Giftiges Efeu und der Teich sind eingezäunt. Die Welpenspielwiese wird bestückt mit Ballbad, Tunnel, klappernden Dose, wehenden Lappen und schimmernden Scheiben.

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Am Ende der vierten Woche sind bei allen Welpen die Reisszähne draußen, die anderen Zähne sind im Ober- und Unterkiefer zumindest sichtbar. Man spürt die kleinen Zähnchen schon deutlich.
Die Breimahlzeiten werden nun nicht mehr auf dem Schoss serviert, sondern 2 bis 3 Welpen schlecken von einem Teller.

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 Die dritte Woche

Die dritte Woche wird als Übergangswoche bezeichnet. Alle Welpen haben mittlerweile die Augen auf.
Es ist grauer / blauer Schimmer auf den Augen, so dass sie nur schemenhaft sehen können.
Die Ohren sind bis zum 14. Juli noch nicht auf, was man daran erkennt, das die Welpen von Geräuschen ausserhalb der Wurfkiste noch völlig unbeeindruckt sind.
Benga schläft mittlerweile nicht mehr die ganze Nacht im Welpenzimmer.
Aber ein- bis zweimal die Nacht hört man sie nach unten gehen; dann säugt sie ihre Jungen.
Morgens liegt sie dann auch friedlich mit ihren Kindern in der Kiste, die nachts mit einem Bettlaken abgedunkelt ist.
Der erste "kleine" Ausflug findet statt. Die Jungens und Mädels werden im Garten auf ein Vet-Bed gelegt
und erkunden für 10 Minuten ihre Umwelt.

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Am 17. Juli tauchen im Oberkiefer die ersten Zähnchen auf; das sogenannte "Zahnen" haben nicht nur Kleinkinder, sondern auch Welpen. Manche quicken häufig und laut. Meist reicht aber eine kleine Schmuseeinheit vom Menschrudel und die Welt scheint wieder in Ordnung. Am 18. Juli haben auch alle Welpen die Ohren auf.
         
Nun beginnt das erste Geschwisterspiel.

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Die "Wachzeiten" der Welpen werden jetzt mit Erkundigungen
und erste Entdeckungsreisen rund um die Wurfkiste gemacht

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Mittlerweile sind die Welpen so an uns Menschen gewöhnt, dass sie in jeder Lage völlig entspannt liegen.

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 Die zweite Woche

Auch die zweite Woche sind die Welpen ausschliesslich in der Kiste. Benga gönnt sich nun aber mal für 1 bis zwei Stunden eine Auszeit, wo sie schläft und Kraft tankt.
Auf diese Weise lernen die Welpen, das die "Tankstelle" nicht immer geöffnet ist und es finden Schlafpausen von bis zu zwei Stunden statt.
Man sieht förmlich, wie die Welpen von Tag zu Tag zulegen.
Am 9. Tag haben alle ihr Geburtsgewicht verdoppelt.
Damit die Hündin beim Säugen durch die Krallen der Welpen nicht verletzt wird,
werden die Nägel geschnitten. Dies funktioniert gut, weil sie ja nun gewöhnt sind, auch in der Hand zu schlafen.
Es dauert dann halt seine Zeit bis alle 5 ( zum Teil ja 6) winzigen Nägel gekürzt sind.
         
Ab dem zehnten Tag wird mit Spannung darauf gewartet, das die Äuglein aufgehen. Dies hat am zwölften Tag Chica Cuatro geschafft.
              

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Am Ende der zweiten Woche versuchen schon manche, sich mit den Beinchen abzustemmen und die Kiste zu verlassen. Der erste "Ausflug" wurde natürlich sofort festgehalten.

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Hier waren Chica Cuatro und Chico Dos die Vorreiter.

Die erste Woche

Die erste Woche findet komplett im Welpenzimmer statt. Jedes Familienmitglied verbringt Zeit mit den Welpen, manchmal vor der Kiste, manchmal in der Kiste

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Die Welpen werden gestreichelt, so dass sie sich schon früh an den Geruch von Menschen gewöhnen und wissen,
das es ausser den Geschwistern und der Mutter auch Menschen gibt, die sich um sie kümmern.
Manchmal sind sie sogar so entspannt, dass sie friedlich auf der Hand weiterschlafen.

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© Schüssler, fuego del viento, 2007-2012

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